Digital Leadership und Interim Manager

Disruptive Digital Leadership

Unternehmen und Führungskräfte, die langfristig erfolgreich bleiben wollen, müssen sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen.

Forrester Digital Leadership

„Die Gewinner der digitalen Transformation werden diejenigen sein, die Paradigmenwechsel im eigenen Unternehmen als Standard etablieren und immer wieder neue Geschäftsmodelle erschaffen. Voraussetzung dafür sind die richtigen Führungspersönlichkeiten und eine Netzwerkstruktur, die über das eigene Unternehmen hinausgeht“, sagt Andreas Harting, Partner bei Deloitte Digital, siehe auch ihre Studie „Überlebensstrategie – Digital Leadership“ von 2015, die sehr lesenswert ist.

Wie groß die Veränderungen in den Unternehmen durch die Digitalisierung sein werden, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab:

  1. Einflussstärke (ausgedrückt in Prozent des Wandels am bestehenden Geschäft)
  2. Zeitverlauf

In der nachfolgenden „Disruption Map“ werden diese beiden Einflussfaktoren durch die Termini „Lunte“ (Zeitverlauf) und „Knall“ (Einflussstärke) wiedergegeben. Die untenstehende Abbildung zeigt 17 Branchen-Cluster mit deren individuellen Szenarien, wann und in welchem Ausmaß sie der digitale Wandel treffen wird. Diejenigen Branchen, denen ein großer Knall bevorsteht, sollten die digitale Transformation als die zentrale Herausforderung betrachten, die in nächster Zeit auf sie zukommen wird. Unternehmen, die sich in der Kategorie „lange Lunte, großer Knall“ befinden, werden sich dem Umbruch in drei bis fünf Jahren gegenübersehen und haben daher etwas mehr Zeit. Dagegen besteht in jenen Branchen, die sich dem Szenario „kurze Lunte, großer Knall“ stellen müssen, dringende Notwendigkeit zu handeln. Für einige von ihnen, wie beispielsweise Medien, Telekommunikation und Einzelhandel, hat der Wandel schon vor vielen Jahren begonnen und setzt sich weiter fort. Weitere betroffene Branchen innerhalb dieses Clusters sind das Banken- und Versicherungswesen, Professional Services sowie das Bildungswesen und die Immobilienbranche.

Disruptive Map nach Industrien, basieren auf Analysen von Heads! und Deloitte Digital
Disruptive Map nach Industrien, basieren auf Analysen von Heads! und Deloitte Digital

Angesichts dieser Tatsachen müssen sich die Unternehmer die Frage nach dem Vorgehen stellen. Grosse Unternehmen beauftragen hierzu internationale Beratungsunternehmen, die ihnen die vier Phasen der digitalen Transformation vorstellen: Sensibilisierung, Realisierung, Transformation und laufende Innovation. In ihrer Studie rät Deloitte zu einem neuem Geschäftsleitung-Mitglied, dem CDO (Chief Digital Manager), sofern die bestehenden Geschäftsleitungsmitglieder aus zeitlichen oder Know-how-Gründen nicht in der Lage sind, diese Anforderungen zu erfüllen.

Wer sich noch weiter informieren will, hier ein Link auf eine weitere Studie „sustaining digital leadership“ von EY.

Digital Leadership und Interim Manager

Bei mittelgrossen und grossen KMU kann eine andere Lösung in Frage kommen: Ein interimistischer Digital Change Manager, der über eine begrenzte Zeit die notwendigen Weichenstellungen vornehmen und durchführen kann.

Ein Interim Manager, der sich in Digital Leadership weiterentwickelt hat, ist nebst der Welt von Verkauf und Marketing, Finanzwesen und Controlling und Führung auch in der digitalen Welt zu Hause. Neue Organisationsmodelle haben sich bereits seit einiger Zeit etabliert. Digitale Medien wie E-Commerce, Social Media und der gesamte Umgang mit den Business Netzwerken müssen selbst umgesetzt worden sein.

Das entsprechende Rüstzeug kann auch in Masterstudiengängen an Fachhochschulen wie FHNW geholt werden. Wer ihn noch nicht hat, kann so einen entsprechenden Hochschul-Titel anstreben.